10 Lerntipps für Erwachsene - Online-Kurse und Trainings erfolgreich umsetzen

Jahrelang wurde das Gehirn täglich trainiert: Das Lernen gehörte bereits in der Kindheit und Jugend fest zum Leben dazu. Mit dem Berufseinstieg sieht unser Alltag ganz anders aus und unser lang bewährter Lernrhythmus gerät ein bisschen in Vergessenheit. Viele stehen vor einer Hemmschwelle, sich wieder in die Rolle des Lernenden zu begeben. Doch unzählige interessante Online-Kurse, Online-Trainings und Präsenz-Seminare reizen uns, Neues zu erlernen und uns weiterzubilden. Das Gehirn ist einfach für das Lernen gemacht. Es sehnt sich nach frischem Wissen und neuen Herausforderungen. Altbekanntes langweilt es und sorgt für ein Gefühl von Stillstand. Den inneren Schweinehund zu überwinden kann anfangs schwer sein, doch es lohnt sich auf jeden Fall: Dein neues Wissen sorgt für frischen Wind in deinem Leben und bringt dich auf neue Ideen. Es erweitert deinen Horizont und bringt dich voran. Mit unseren 10 Tipps für erfolgreiches Lernen wird dir der Einstieg sicherlich leichtfallen und dein Lernen von Erfolg gekrönt sein.

Tipp 1: Das richtige Arbeitsumfeld schaffen

Der Lernerfolg hängt zu großen Teilen von äußeren Gegebenheiten ab. Du solltest dir zunächst einen festen Ort zum Lernen suchen, an dem du dich wohl fühlst. Der Arbeitsplatz sollte aufgeräumt und alle wichtigen Lernmaterialien in Reichweite sein. Denke auch an etwas zu Trinken oder einen kleinen Snack, zum Beispiel Nüsse oder etwas Obst sind perfekte Lernbegleiter. Achte darauf, dass du in deiner Lernecke möglichst wenig abgelenkt wirst, schalte dein Handy aus und sorge für eine ruhige Umgebung.

Tipp 2: Das Gehirn auf das Lernen vorbereiten

Kleine Rituale sind die optimale Einstimmung auf das Lernen. Bereite deinen Lernplatz vor, lege alles zurecht, was du brauchst, fahre deinen Computer hoch und öffne alle benötigten Programme. Lüfte und lasse frische Luft ins Zimmer. Bewegung ist vor einer Lerneinheit ideal. So aktivierst du die motorischen Zentren im Gehirn, denn sie sind wichtig für die Verarbeitung und Speicherung von Informationen. Ein wertvoller Tipp vor dem Beginn einer neuen Lerneinheit: Wiederhole alte Lerninhalte, so wird das Gehirn aufgewärmt und kann neues Wissen direkt an bereits Erlerntes anknüpfen.

Tipp 3: Mit den Lerninhalten vertraut machen

Als Einstieg in die neue Kurseinheit oder das neue Online-Training ist es empfehlenswert, sich zunächst einen groben Überblick über die Inhalte zu verschaffen. So kannst du den Umfang abschätzen und machst dich schon einmal mit den Themen vertraut. Sieh dir kurz die einzelnen Kapitel an, lese die Überschriften der Themenblöcke oder wirf einen Blick auf die Zusammenfassung der Lerneinheit. So wird das große Ganze viel greifbarer und du weißt genau, was auf dich zukommt.

Tipp 4: Teilziele setzen

Unser Gehirn hat trotz seiner großen Lernbegeisterung eine begrenzte Aufnahmekapazität. Zu viel Wissen auf einmal kann nicht vollständig aufgenommen und verarbeitet werden. Du kannst deine Lerneffizienz deutlich steigern, wenn du dir Teilziele setzt und die Inhalte in kleinere Einheiten aufteilen. Diese können vom Gehirn einfacher verarbeitet und vor allem besser gespeichert werden. Du lernst also effektiver und das Wissen festigt sich stärker. Durch das Setzen von Teilzielen hältst du auch deine Motivation auf einem konstanten Niveau. Das gilt für jede einzelne Lerneinheit, aber auch im Großen. Hast du beispielsweise die Hälfte deines Online-Trainings gemeistert, belohne dich mit einem lernfreien Tag oder einem kleinen Geschenk.

Tipp 5: Motivationslöcher vermeiden

Die größte Motivationsquelle ist es, dir den Grund immer wieder vor Augen zu führen: Warum lernst du? Möchtest du dich in einem bestimmten Gebiet weiterbilden, um dich auf deine Traumstelle zu bewerben? Lockt bei deinem Arbeitgeber vielleicht eine Beförderung? Hast du durch neues Wissen die Chance, neue, spannende Aufgaben zu übernehmen und so deinen Arbeitsalltag aufzupeppen? Führe dir dein persönliches Ziel immer wieder vor Augen, vielleicht durch ein kleines Bild oder Motto an deinem Lernplatz. Stelle dir vor, wie du dich fühlen wirst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Visualisiere, wie sich dein Leben durch dein neues Wissen verändern könnte.

Tipp 6: Deinen persönlichen Lernstil finden

Jeder lernt anders. Daher ist es wichtig, den für dich richtigen und effektivsten Lernstil zu finden. Visuelles Lernen in Form von Bildern und Videos ist für viele zielführender als reines Lernen in symbolischer Form mit Zahlen und geschriebenen Worten. Die auditive Form, also das Aufnehmen von Lerninhalten durch das Hören, ist die dritte Form des Lehrens und Lernens. Die richtige Mischung aus visuellem, symbolischem und auditivem Lernen ist für jeden anders. Finde durch die Kombination der verschiedenen Formen heraus, wie du am effektivsten und besten lernst und das Wissen langfristig speichern kannst.

Tipp 7: Eine Lernmethode entwickeln

Neben dem für dich optimalen Lernstil solltest du auch eine gute Lernmethode entwickeln. Lesen, verstehen, kontrollieren und wiederholen: Das ist der klassische Lernablauf. Mache zum Beispiel beim Lesen Markierungen, um Wichtiges hervorzuheben. Stelle Rückfragen und finde Anknüpfungspunkte an bereits vorhandenes Wissen, um die Inhalte wirklich zu verstehen. Kontrolliere dein Wissen, indem du das Gelernte in deinen eigenen Worten zusammenfasst. Dies kann als Mindmap, als geschriebener Text oder als kleiner Vortrag an dich selbst oder an einen Freund sein. Wissenslücken erkennst du so sofort. Schließlich das Wiederholen: Festige dein Wissen, indem du regelmäßig Wiederholungsphasen in deinen Lernalltag einbaust.

Tipp 8: Regelmäßigkeit schaffen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Gewöhne dir feste Lernzeiten und Rituale an, so gehört das Lernen bald zu deinem Alltag. Das Lernen wird effektiver: Du benötigst weniger Zeit, um dich in den Lernmodus zu versetzen und dein Gehirn gewöhnt sich daran, dass regelmäßig neues Wissen hinzukommt, das verarbeitet werden muss. Das steigert deine Motivation und Zufriedenheit.

Tipp 9: Pausen machen

Pausen sind ein sehr wichtiges Element jeder Lernphase. Ohne Pausen kann dein Gehirn nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten. Besonders Bewegung ist wichtig, um effizient und erfolgreich Neues zu lernen. Gönne deinem Gehirn Zeit zur Regeneration und Verarbeitung, dann bleiben Motivationslöcher aus und du gelangst deutlich schneller und zufriedener zum nächsten Zwischenziel.

Tipp 10: Entspannt und ausgeruht lernen

Generell ist ein ausgeruhtes Gehirn deutlich aufnahmebereiter. Müdigkeit sorgt für geringe Motivation, langsamere Aufnahme von neuem Wissen und schlussendlich für Frustration. Gönnst du dir nicht ausreichend Pausen und “überfütterst” dich mit neuem Wissen, wird deiner Lernkurve immer flacher. Lernst du nach deinem Arbeitstag, solltest du also unbedingt eine kleine Ruhepause einlegen, bevor du dich deinem Kurs oder Training widmest.